Institut für klinische Epidemologie der Tirol Kliniken GmbH

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DRT - Diabetesregister Tirol Glossar

Adipositas

starkes Übergewicht, Fettleibigkeit; BMI gleich oder größer 30

Apoplexie

primär ischämischer Hirninfarkt (Form des Schlaganfalls)

erhöhter Bauchumfang

bei Frauen über 88 cm, bei Männern über 102 cm (ÖDG Leitlinien)

Bluthochdruck (WHO-Einteilung)

Bewertung

systolisch (mm Hg)

diastolisch (mm Hg)

optimaler Blutdruck

< 120

< 80

normaler Blutdruck

120–129

80–84

hoch-normaler Blutdruck

130–139

85–89

milde Hypertonie (Stufe 1)

140–159

90–99

mittlere Hypertonie (Stufe 2)

160–179

100–109

schwere Hypertonie (Stufe 3)

> 180

> 110

isolierte systolische Hypertonie

> 140

< 90

 

Diabetes Mellitus

Diabetes mellitus bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, deren gemeinsamer Befund die Hyperglykämie ist. Ursache ist entweder eine Insulinmangel, eine Insulinresistenz oder beides.

Einteilung nach WHO:

Typ 1 absoluter Insulinmangel auf Grund meist autoimmunologisch bedingter Zerstörung der Inselzellen des Pankreas
Typ 2 Insulinresistenz (Störung der Insulinwirkung) dadurch relativer Insulinmangel; in der Folge nachlassende (versagende) Insulinproduktion, wodurch es zu einem chronischen Überangebot an Glukose kommt
Gestationsdiabetes Schwangerschaftsdiabetes
andere alle anderen spezifischen Formen an Diabetes mellitus

Diabetischer Fuß

diabetisches Fußsyndrom

HBA1C

HbA1c ist die primäre Richtgröße der Stoffwechselkontrolle; die Zielwerte sind möglichst individuell festzulegen. Folgende Zielwerte sollten angestrebt werden (ÖDG Leitlinie 2016):

• Kurze Diabetesdauer, lange Lebenserwartung, keine relevanten kardiovaskularen Komorbiditäten: 6,0–6,5 % kann sinnvoll sein.

• Kann dieses Ziel nicht komplikationslos und ohne hohes Hypoglykämierisiko erreicht werden: ≤ 7 % kann ausreichend sein.

• Schwere Hypoglykämien in der Vorgeschichte, eingeschränkte Lebenserwartung, multiple Spätkomplikationen: bis 8 % kann als ausreichend erachtet werden.

Hyperglykämie

Blutzuckererhöhung

Hypoglykämie

Unterzuckerung

Myokardinfarkt

Herzinfarkt (Abkürzung AMI: acute myocardial infarction)

Nephropathie

diabetische Nephropathie: Erkrankungen der Niere oder der Nierenfunktion

Neuropathie

Erkrankungen des peripheren Nervensystems

ÖDG

Österreichische Diabetesgesellschaft

PAVK

periphere arterielle Verschlusskrankheit (umgangsspr. Schaufensterkrankheit, Raucherbein); Störung der arteriellen Durchblutung an den äußeren Extremitäten durch Einengung der Gefäßlichtung

PTCA

perkutane transluminale coronare Angioplastie
Technik der Aufdehnung eines verengten Herzkranzgefäßes

Retinopathie

diabetische Retinopathie: Erkrankung der Netzhaut des Auges