Institut für klinische Epidemologie der Tirol Kliniken GmbH

GRÖ - Geburtenregister Österreich Glossar

Amniozentese

Fruchtwasserpunktion

antepartal

in der Schwangerschaft vor Geburtsbeginn

Apgar

Beurteilung des klinischen Zustandes Neugeborener. Kategorisierung von Hautfarbe, Atmung, Reflexen, Herzschlag und Muskeltonus mit 0, 1 oder 2 Punkten 1, 5 und 10 Minuten nach der Geburt. Die Summenwerte (eine Zahl zwischen 0 und 10) zu diesen Zeitpunkten werden international zur Zustandsbeschreibung des Neugeborenen verwendet.

Chorionzottenbiopsie

Punktion der Plazenta (Nachgeburt)

Eklampsie

Generalisierter Krampfanfall in der Schwangerschaft, unter der Geburt oder im Wochenbett im Rahmen einer Präeklampsie.

Episiotomie

Scheidendammschnitt

Gewichtsperzentile

Prozentwert, wieviele % aller Kinder über dem jeweiligen kindlichen Gewicht liegen. Häufig werden als Grenzen der Norm die sogenannte 10- und 90%-Perzentile festgelegt, manchmal auch die 3- und 97%-Perzentile.

Hysterektomie

Gebärmutterentfernung

Laparotomie

operative Eröffnung der Bauchhöhle

Lungenreifebehandlung

Vorzeitige medikamentöse Induktion der Ausreifung der kindlichen Lunge (meist mit einem Corticoidpräparat) in der Regel bis zur vollendeten 34. Schwangerschaftswoche.

Mikroblutuntersuchung (MBU)

Entnahme einer geringen Menge Blutes an der kindlichen Kopfhaut während der Geburt zum Zwecke der Untersuchung des aktuellen Säure-Basen-Haushaltes beim Kind mit Rückschlussmöglichkeiten auf die Sauerstoffversorgung. Nur bei Schädellagen möglich.

Morbidität

Erkrankungshäufigkeit

kindliche Mortalität (perinatal, neonatal)

Sterblichkeitshäufigkeit

neonatal

Geburt bis zum 28. Tag nach der Geburt

perinatal

Schwangerschaft bis zum 7. Tag nach der Geburt

Periduralanästhesie (PDA)

Leitungsanästhesie durch Injektion von Betäubungsmittel in den Raum zwischen Innenflächen des knöchernen Wirbelkanals und Rückenmarkshaut.

Präeklampsie

Spezielle nur in der Schwangerschaft auftretende Veränderung (Gestose, im Volksmund oft "Schwangerschaftsvergiftung" genannt), die sich klassisch durch Blutdruckerhöhung und Eiweißausscheidung im Harn bemerkbar macht, aber auch andere Varianten wie das sogenannte Hellp-Syndrom zeigt. Sie zeigt verschiedene Ausprägungsgrade und birgt teilweise bedeutsame Risiken für Mutter und Kind.

Pudendusanästhesie

Leitungsanästhesie des Pudendusnerven beidseits durch Injektion von Betäubungsmittel in der Nähe des Sitzhöckers.

Resektio

Sektio nach einer oder mehreren vorangegangenen Sektiones

Sektio

Kaiserschnittentbindung

Sepsis

Schwere Entzündung, die sich auf den gesamten Organismus auswirkt (im Volksmund oft "Blutvergiftung" genannt)

Spinalanästhesie (SPA)

Leitungsanästhesie durch Injektion von Betäubungsmittel in den mit Gehirnflüssigkeit gefüllten Rückenmarkssack (nicht in das Rückenmark)

SSW

Schwangerschaftswoche

subpartal

während der Geburt

Tokolyse

Wehenhemmung

regelrechte Schädellage

vordere Hinterhauptshaltung

regelwidrige Schädellage

hintere Hinterhauptshaltung, Vorderhauptshaltung, Stirnhaltung, Gesichtshaltung, hoher Geradstand, tiefer Querstand, Scheitelbeineinstellung und sonstige regelwidrige Schädelhaltung