Institut für klinische Epidemologie der Tirol Kliniken GmbH

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TRT - Tumorregister Tirol

Zertifikat             

TRT - Tumorregister Tirol


Willkommen auf den Webseiten des Tumorregisters Tirol.

Es steht der gesamte Jahresbericht 2018 als PDF-Datei zur Verfügung.


Inhaltsverzeichnis


Ziele, Aufgaben und Methoden
Historie
Auswertungen/Jahresberichte
Organisation
Teilnehmende Abteilungen
Fachbeirat
Datensicherheit und Datenschutz
Download
Links
Glossar
Kontakt

 

Ziele, Aufgaben und Methoden

 

Ziele

Das TRT hat das Ziel einen qualitätsvollen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Tiroler Bevölkerung zu leisten, um die Versorgungsqualität zu erhöhen und die Mortalität von Tumorerkrankungen zu senken, indem das TRT den Entscheidungs- und Leistungsträgern über inzidente Tumoren relevante und aussagekräftige Informationen in anonymisierter und aggregierter Form auf Basis von validen Zahlen zur Verfügung stellt. Aus ihnen lassen sich Handlungsbedarfe, Qualitätssicherungsmaßnahmen bzw. Qualitätsverbesserungsprogramme wie die Notwendigkeit oder der Erfolg von Screeningprogrammen ableiten bzw. evaluieren und Aussagen über die Versorgungsqualität treffen.

Aufgaben

Das TRT hat die Aufgaben

  • alle Krebsfälle in der Tiroler Bevölkerung zu dokumentieren und zu validieren,
  • durch Verbindung mit Mortalitätsdaten Überlebenszeiten und Überlebensraten zu berechnen,
  • in regelmäßigen Berichten die wesentlichen Daten über Krebsinzidenz und Krebsmortalität in Tirol vorzulegen,
  • epidemiologische Studien und Analysen auf dem Gebiet der Onkologie durchzuführen,
  • die im Krebsmeldegesetz angeführten Daten an die Bundesagentur "Statistik Österreich" weiterzuleiten.

Daneben führt das TRT für einige Kliniken der Universitätsklinik Innsbruck ein Spezialregister mit einem wesentlich detaillierteren Dokumentationsumfang im Vergleich zur Basisdokumentation.

Seit 2020 gehört das TRT der Steuerungsgruppe für die Errichtung eines klinischen Tumorregisters an den Tirol Kliniken GmbH mittels Celsius 37 an.

Methoden

Das TRT dokumentiert Tumorfälle nach international anerkannten Methoden. Lokalisation und Histologie der Tumorfälle werden codiert nach ICD-O, das TNM-Schema in der aktuellen Auflage. Für die Erzielung eines möglichst hohen Grades an Vollzähligkeit der Tumorfälle in der Tiroler Bevölkerung wird eine sogenannte Recherche-Datenbank angelegt mit möglichen neudiagnostizierten Krebsfällen, die aus unterschiedlichen Datenquellen befüllt wird.

Für die Auswertungen werden Standardmethoden der Epidemiologie angewandt, also altersstandardisierte Raten für die aktuellen Daten und Zeittrends, standardisierte Mortalitäts- und Inzidenz-Ratio für die Bezirksverteilung und relative Überlebensraten für Überlebensstatistiken.
 

Historie
 

Das TRT wurde im Jahre 1986 mit Beschluss der Tiroler Landesregierung gegründet und begann mit dem Aufbau der Tumordokumentation in Tirol Anfang 1987. Berichte werden seit dem Diagnosejahr 1988 vorgelegt, regelmäßige Jahresberichte seit dem Diagnosejahr 2007.

Das TRT ist als erstes österreichisches Register seit dem Diagnosejahr 1988 Vollmitglied der International Association of Cancer Registries (IACR), die Daten werden im "Cancer Incidence in 5 Continents" publiziert. Dabei handelt es sich um eine weltweite Kooperation von Tumorregistern mit qualitativ hochwertigen Daten unter der Federführung der IARC (WHO-Teilorganisation International Agency for Research on Cancer).

Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass der Tumorregisterbericht über das Diagnosejahr 2010 in Qualität und Vollzähligkeit dem Goldstandard der weltweit führenden Register aus Nordamerika entspricht, wie das Zertifikat der North American Association of Central Cancer Registries (NAACCR) zeigt. (Siehe die beiden Links rechts oben!)

Die weiteren Berichte sind seither gleich aufgebaut. Ab dem Bericht über das Diagnosejahr 2016 werden bei den altersstandardisierten Raten zusätzlich zu den SEGI-Gewichtungen auch die Gewichtungen nach der europäischen Standardbevölkerung 2013 angeführt.

Zudem ist das TRT Mitglied des ENCR (European Network of Cancer Registries), Partner des EUROCARE-Projekts (Ziel dabei ist eine europaweit vergleichbare Darstellung von Krebsüberlebensdaten) und des EUROPEVAL-Projekts (mit dem Ziel, Prävalenz für europäische Länder zu berechnen).


Auswertungen/Jahresberichte

 

Das TRT veröffentlicht regelmäßig Jahresberichte und untersucht wissenschaftliche Fragestellungen zu verschiedenen Themen. Für die teilnehmenden Abteilungen werden Spezialauswertungen durchgeführt. Spezialauswertungen müssen mit Hilfe eines Antragsformulars beim TRT beantragt werden und bedürfen bei gegebener Durchführbarkeit der Genehmigung des Fachbeirats. Alle Publikationen sind in der Publikationsliste des Instituts angeführt.

Wichtig:
Abteilungsspezifische Ergebnisse eines Krankenhauses werden nur der jeweiligen Abteilung des entsprechenden Krankenhauses zur Verfügung gestellt!
Die Interpretationen der Ergebnisse, Schlüsse daraus und eventuelle Maßnahmen obliegen ausschließlich der jeweiligen Abteilung.


Jahresberichte TRT

Bericht Download
TRT-Bericht 2018 PDF
TRT-Bericht 2017 PDF
TRT-Bericht 2016 PDF
TRT-Bericht 2015 PDF
TRT-Bericht 2014 PDF
TRT-Bericht 2013 PDF
TRT-Bericht 2012 PDF
TRT-Bericht 2011 PDF
TRT-Bericht 2010 PDF
TRT-Bericht 2009 PDF
TRT-Bericht 2008 PDF 
TRT-Bericht 2007 PDF
TRT-Bericht 2004-06 PDF
TRT-Bericht 2003 PDF
TRT-Bericht 2001-02 PDF
TRT-Bericht 1999-00 PDF
TRT-Bericht 1997-98 PDF
TRT-Bericht 1995-96 PDF
TRT-Bericht 1988-92  PDF

 


Organisation

 

Das TRT ist Teil des IET. Der Leiter des TRT ist verantwortlich für den Aufbau, für den laufenden Betrieb und für die Weiterentwicklung des TRT, sowie für unterstützende Tätigkeiten in Bezug auf Auswertungen und Berichterstellung im TRT. Fachlich sind ihm für die medizinische Dokumentation Mitarbeiter zugeteilt. Alle tumorbehandelnden Abteilungen/Krankenanstalten Tirols nehmen am TRT teil.
Der Leiter des IET bzw. der Leiter des TRT wird von einem wissenschaftlichen Fachbeirat beraten.
 

Datenfluss
 

Das TRT erhält Daten über neu auftretende Tumorfälle von den Tiroler Krankenhäusern und Sanatorien. Niedergelassene Fachärzte werden über Sanatorien erfasst. Tumorfälle werden nur in Ausnahmefällen ausschließlich von Praktikern behandelt (am ehesten Melanome), über die Pathologie-Befunde werden auch solche Tumorfälle registriert (Basisdokumentation). Dies führt zu einer sehr hohen Vollzähligkeit.

Daneben führt das TRT für einige Kliniken der Universitätsklinik Innsbruck ein Krankenhausregister für Tumoren mit einem wesentlich detaillierteren Dokumentationsumfang (Spezialdokumentation).

Um einen möglichst hohen Grad an Vollzähligkeit zu erreichen, werden Pathologiedaten, Krankenhausabgangsdiagnosen sowie Abteilungsdaten verwendet. Nach Abgleich mit der Datenbank werden solche Befunde, für die kein Tumor gemeldet wurde, nachrecherchiert.

Schließlich werden in einem relativ aufwändigen Verfahren die medizinischen Daten der Tumortodesfälle, für die im TRT keine Meldungen von Krankenhäusern vorliegen, über Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte recherchiert und gegebenenfalls nachdokumentiert. Falls keine weiteren Informationen gefunden werden, wird der Tumorfall als DCO-Fall ausgewertet (Death Certificate Only).
 

Todesdaten
 

Die Todesdaten werden von der Statistik Austria zentral für Österreich dokumentiert, codiert und ausgewertet. Die Todesdaten für Tirol wurden dankenswerterweise von der Statistik Austria bzw. der Statistik-Abteilung des Landes Tirol zur Verfügung gestellt.


Codierung


Jeder Tumor wird codiert nach ICD-O. Dieser Schlüssel hat 2 Dimensionen und gestattet eine detaillierte Codierung von der Lokalisation und von der Histologie des Tumors. Das Tumorstadium wird nach Möglichkeit nach der TNM-Klassifikation dokumentiert, für gynäkologische Tumoren wird wahlweise entweder das TNM-Stadium oder das FIGO-Stadium verwendet, für hämatologische Systemerkrankungen werden die jeweiligen Stadieneinteilungen wie Durie-Salmon, Rai und Ann-Arbor verwendet.

Der Wohnort des Patienten wird nach dem Gemeindeschlüssel der Statistik Austria codiert. Dieser Schlüssel erlaubt eine getrennte Auswertung nach Gemeinden und Bezirken (durch die Postleitzahl allein ist dies nicht korrekt möglich).
 

Qualitätsprüfung


Im TRT wird neben der Vollzähligkeit der Meldungen und der Eindeutigkeit der Patientenstammdaten regelmäßig die Qualität der dokumentierten Daten überprüft. Dafür werden selbst entwickelte Programme sowie Überprüfungsprogramme der IARC eingesetzt.


Teilnehmende Abteilungen

 

Abteilung Vorstand/Primarius
Universitätsklinik für Innere Medizin Univ.-Prof. Dr. G. Weiss
Universitätsklinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie Univ.-Prof. Dr. D. Öfner-Velano
Universitätsklinik für Neurochirurgie Univ.-Prof. Dr. C. Thomé
Universitätsklinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie Univ.-Prof. Dr. G. Pierer
Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie Univ.-Prof. Dr. R. Arora
Universitätsklinik für Urologie Univ.-Prof. Dr. W. Horninger
Universitätsklinik für Nuklearmedizin Univ.-Prof.in Dr.in I. Virgolini
Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie Univ.-Prof.in Dr.in U. Ganswindt
Universitätsklinik für Frauenheilkunde Univ.-Prof. Dr. C. Marth
Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Univ.-Prof. Dr. M. Schmuth
Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie A.o. Univ.-Prof.in Dr.in M. Kralinger (interim.)
Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Univ.-Prof. Dr. H. Riechelmann
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Univ.-Prof. Dr. T. Müller
Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Univ.-Prof. DDr. A. Kolk
Universitätsklinik für Neurologie Univ.-Prof. Dr. S. Kiechl
Landeskrankenhaus Hochzirl A.o. Univ.-Prof.in Dr.in M. Lechleitner
Landeskrankenhaus Natters, Pneumologie Prim. Dr. M. Hackl
Landeskrankenhaus Natters, Innere Medizin Primaria Dr. in G. Henle-Talirz
Landeskrankenhaus Hall in Tirol, Innere Medizin Prim. Univ.-Prof. Dr. I. Graziadei
Landeskrankenhaus Hall in Tirol, Allgemein- und Visceralchirurgie Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. W. Mark
Landeskrankenhaus Hall in Tirol, Urologie und Andrologie Prim. Dr. U. Nagele
Landeskrankenhaus Hall in Tirol, Gynäkologie Prim. DDr. P. Widschwendter
A. ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein, Innere Medizin Prim. Priv.-Doz. Dr. A. Zabernigg
A. ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein, Chirurgie Prim. Dr. B. Spechtenhauser
A. ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein, Urologie Prim. Univ.-Doz. Dr. L. Höltl
A. ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein, Gynäkologie Prim. Dr. R. Heider
A. ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Prim. Dr. P. Ostertag
A. ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein, Augenheilkunde Prim. Dr. T. Stöckl
A. ö. Bezirkskrankenhaus Lienz, Innere Medizin Prim. Dr. D. Keta
A. ö. Bezirkskrankenhaus Lienz, Chirurgie Prim. Dr. M. Müller
A. ö. Bezirkskrankenhaus Lienz, Urologie Prim. Dr. H. Volgger
A. ö. Bezirkskrankenhaus Lienz, Gynäkologie und Geburtshilfe Primaria Priv.-Doz.in Dr.in B. Volgger
A. ö. Bezirkskrankenhaus Lienz, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Prim. Dr. H. Schaller
A. ö. Bezirkskrankenhaus Reutte, Innere Medizin Prim. Dr. P. Loidl
A. ö. Bezirkskrankenhaus Reutte, Chirurgie Prim. Dr. E. Shang
A. ö. Bezirkskrankenhaus Reutte, Gynäkologie Prim. Dr. G. Pinzger
A. ö. Bezirkskrankenhaus Schwaz, Innere Medizin Prim. Univ.-Doz. Dr. H. Gänzer
A. ö. Bezirkskrankenhaus Schwaz, Chirurgie Prim. Dr. G. Wetscher
A. ö. Bezirkskrankenhaus Schwaz, Gynäkologie Primaria Dr.in K. Jeggle-Riha
A. ö. Bezirkskrankenhaus Schwaz, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Prim. Dr. T. Caric
A. ö. Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol, Innere Medizin Prim. Dr. N. Kaiser
A. ö. Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol, Chirurgie Prim. Univ.-Doz. Dr. H. Nehoda
A. ö. Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol, Gynäkologie Prim. Dr. C. Deetjen
A. ö. Krankenhaus St. Vinzenz Zams, Innere Medizin Prim. Univ.-Doz. Dr. E. Wöll
A. ö. Krankenhaus St. Vinzenz Zams, Chirurgie Prim. Univ.-Doz. Dr. P. Sandbichler
A. ö. Krankenhaus St. Vinzenz Zams, Urologie FA Dr. O. Ennemoser
A. ö. Krankenhaus St. Vinzenz Zams, Gynäkologie Prim. Univ.-Prof. Dr. A. Giuliani
A. ö. Krankenhaus St. Vinzenz Zams, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde FA Dr. R. Pauer
Sanatorium Kettenbrücke - Barmherzige Schwestern, Innsbruck Dr. M. Gabl
Privatklinik Hochrum - Sanatorium der Kreuzschwestern

Univ.-Doz. Dr. M. Fiegl

 


Fachbeirat TRT

 

Der Fachbeirat des TRT hat folgende Aufgaben:

  • Beratung des Leiters in allen relevanten Fragen
  • Vorbereitung der strategischen Entscheidungen für das Tumorregister
  • Stellungnahme zu allen aktuellen Fragestellungen, die das Tumorregister betreffen


Der wissenschaftliche Beirat spricht nur Empfehlungen aus; die Entscheidung über die Durchführung von Änderungen wird durch jede teilnehmende Abteilung eigenständig getroffen. Derzeit sind folgende Personen im wissenschaftlichen Beirat vertreten (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Mag. I. Delmarko (Leitung IET)
  • Univ.-Prof. Dr. G. Gastl (LKH Innsbruck, Vorsitzender des Fachbeirates) 
  • Dr. S. Kastner (Tiroler Ärztekammer) 
  • Dr. N. Lack (BKG Bayrische KH Gesellschaft) 
  • Univ.-Prof. Dr. P. Öfner-Velano (LKH Innsbruck) 
  • Univ.-Doz. Dr. P. Sandbichler (BKH Zams, stellvertretender Vorsitzender des Fachbeirates) 
  • Dr. H. Schöch (TGF - Land Tirol) 
  • Univ.-Prof. Dr. H. Tilg (LKH Innsbruck) 
  • Priv.-Doz. Dr. A. Zabernigg (BKH Kufstein) 

 

Statuten des Fachbeirates
 

1. Mitglieder

Der Fachbeirat setzt sich aus 8 Mitgliedern sowie dem Leiter des Tumorregisters Tirol zusammen. Im Fachbeirat vertreten sind zwei onkologisch tätige Ärzte aus dem LKH Innsbruck – Univ.-Kliniken und drei Vertreter aus den sonstigen Tiroler Krankenanstalten. Je ein Vertreter wird von der Tiroler Landesregierung und von der Tiroler Ärztekammer nominiert. Weiters wird ein Fachmann aus dem Bereich Epidemiologie oder Qualitätssicherung, der außerhalb Tirols tätig ist, nominiert.

Die Mitglieder des Fachbeirates werden für die Funktionsdauer von vier Jahren ernannt. Mitglieder können unter Angabe von Gründen Ihre Mitgliedschaft zurücklegen, Ersatzmitglieder werden von den ordentlichen Mitgliedern des Fachbeirates nominiert.

Der Fachbeirat wählt alle zwei Jahre einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter.

 

2. Sitzungen

Die Sitzungen werden vom Vorsitzenden nach Bedarf, mindestens jedoch zweimal jährlich, einberufen. Eine Entschädigung für die Sitzungsteilnahme gebührt nicht.

Der Fachbeirat ist bei Anwesenheit von mehr als der Hälfte der Teilnehmer beschlussfähig.

Beschlüsse bedürfen mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen.

Bei Bedarf können zu den Sitzungen Fachleute kooptiert werden, diese sind nicht stimmberechtigt.

 

3. Aufgaben

Der Fachbeirat berät den Leiter des Tumorregisters in organisatorischen, fachlichen und wissenschaftlichen Fragestellungen und hat das Recht, vom Tumorregister in den wesentlichen Fragen Auskunft zu erhalten. Der Leiter des Tumorregisters holt bei wesentlichen Fragen die Meinung des Beirates ein.

Der Fachbeirat erstellt einen jährlichen Tätigkeitsbericht, der veröffentlicht wird.

Es obliegt dem Fachbeirat, Strategien für Durchführung, Verwertung und Publikation von Studien, für die Kommunikation mit den teilnehmenden Abteilungen und Krankenhäusern sowie für Medienarbeit zu erarbeiten und weiterzuentwickeln.

Publikationen und Berichte des Tumorregisters Tirol müssen vom Fachbeirat genehmigt werden. Dazu müssen dem Fachbeirat entsprechend ausführliche Studienprotokolle vorgelegt werden, die eine Entscheidung ermöglichen. Die Entscheidung wird nicht abhängig vom Ergebnis, sondern auf Basis der Studienprotokolle getroffen. Über die Freigabe muss abgestimmt werden. Ablehnungen müssen begründet und in den Tätigkeitsbericht aufgenommen werden.

Ausschließlich der Fachbeirat ist zuständig für die Weitergabe von Informationen an Außenstehende, insbesondere an die Presse.

Bei dringenden Fällen hat der Vorsitzende das Recht, Entscheidungen direkt zu treffen.


Datensicherheit und Datenschutz



Im TRT werden sehr sensible Daten verarbeitet, daher kommt der Datensicherheit und dem Datenschutz eine besondere Bedeutung zu. Alle Mitarbeiter sind in hohem Maße hinsichtlich Schutz der gespeicherten Daten sensibilisiert und angewiesen, den personenbezogenen und abteilungsbezogenen Daten eine höchste Schutzpriorität zu gewähren. Dies führt neben technischen Schutzmaßnahmen zu einem höchstmöglichen Grad an Datensicherheit.


Download



Fragebögen, Auswertungsantrag, rechtliche Dokumente u.a. finden Sie im Downloadbereich des TRT.


Links

 

International
 

IARC - International Agency for Research on Cancer mit Sitz in Lyon (WHO-Organisation)

IACR - International Association of Cancer Registries

ENCR - European Network of Cancer Registries

SEER - Krebsinzidenz und Überleben in den USA (Surveillance, Epidemiology and End Results)

Internationale Register (IACR Mitglieder)

Eurocare – Überlebensraten in Europa

DIMDI - Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information

Global Initiative for Cancer Registry Development in Low- and Middle-Income Countries

 

National
 

Statistik Austria

Tumorregister Salzburg

Krebsregister Vorarlberg

Österreichische Krebshilfe

Tirol Kliniken GmbH


Glossar

 

Altersspezifische Rate

Anzahl der verstorbenen bzw. inzidenten Tumorfälle dividiert durch die Bevölkerungszahl in einer Altersklasse pro 100 000 

Altersstandardisierte Rate, SDR

Direkt altersstandardisierte, bevölkerungsbezogene Rate pro 100 000, mit entsprechenden Hinweisen entweder unter Verwendung der SEGI-Gewichte oder unter Verwendung der europäischen Gewichte 2013

Anz

Anzahl der verstorbenen bzw. inzidenten Tumorfälle

CR

Bevölkerungsbezogene Rate (nicht altersstandardisiert) pro 100 000 (Crude Rate)

Cum74

Individuelles Risiko für eine Person, bis zum Alter 74 am entsprechenden Tumor zu erkranken

DCI

(Death certificate initiated)
Anteil jener Tumorfälle, die aufgrund von Nachrecherchen der DCN-Fälle als inzidente Fälle registriert werden, weil zusätzliche klinische Informationen zu diesen Fällen gefunden wurden.

DCN

(Death certificate notification)
Anteil jener Tumorfälle, die lt. Totenschein an einem Tumor verstorben sind und zum Zeitpunkt des Abgleichs mit dem Inzidenzregister dieser Tumor noch nicht bekannt ist.

DCO

(Death certificate only)
Anteil jener Tumorfälle, über die aufgrund von Nachrecherchen der DCN-Fälle keine weiteren Informationen zu einem Tumor gefunden wurden.

ENCR

European Network of Cancer Registries

EUCAN

Programm der ENCR mit Statistiken über Tumorinzidenz, -mortalität und -prävalenz für die EU-Länder

FIGO

Beschreibung der Ausdehnung des Tumors nach FIGO (Fédération Internationale de Gynécologie et d' Obstétrique)

Geschlechtsverteilung

Aufteilung der Tumorfälle auf Frauen und Männer in Prozent

GLOBOCAN

Programm der IARC mit Statistiken zu deskriptiver Epidemiologie

HistP

Anteil der histologisch/zytologisch gesicherten Tumoren an allen Tumoren

IARC

International Agency for Research on Cancer mit Sitz in Lyon (WHO-Organisation)

ICD-O

Internationale Klassifikation für Tumorerkrankungen, derzeit aktuell: 3. Revision (International Classification of Diseases for Oncology)

Inzidenz

Neudiagnostizierte Tumorfälle

Mortalität

Tumor-Todesfälle

NMSC

Tumore der Haut mit Ausnahme der Melanome (Non Melanoma Skin Cancer)

Prävalenz

Anzahl lebender Tumorpatienten an einem Stichtag

Relatives Einjahres- bzw. Fünfjahresüberleben

Relatives Überleben zum Zeitpunkt ein bzw. fünf Jahre nach der Diagnosestellung, siehe RelSurv. Gibt den Anteil der Patienten an, der bei neudiagnostizierter Tumorerkrankung nach ein bzw. fünf Jahren noch am Leben war, wobei berücksichtigt wird, dass ein Teil aufgrund des Alters auch ohne Tumorerkrankung versterben würde.

Relatives Überleben, RelSurv

Gibt die Abweichung vom Überleben in der "Normalbevölkerung" wieder und beschreibt damit die Auswirkungen der Diagnose Tumor auf das Überleben. Relative Überlebensraten errechnen sich aus dem Verhältnis zwischen beobachtetem Überleben in einer Diagnosegruppe und erwartetem Überleben in der Tiroler Bevölkerung.

RMI

Verhältnis Mortalität zu Inzidenz (Ratio Mortality/Incidence). Unabhängig vom Erstdiagnosedatum werden die Anzahlen der im Berichtszeitraum Verstorbenen ins Verhältnis zu den im Berichtszeitraum Neudiagnostizierten gesetzt. Bei 48 Frauen, die im Jahr 2003 an einem Ovarialkarzinom verstarben und 73 Frauen, die an einem Ovarialkarzinom erkrankten, beträgt das Verhältnis Mortalität zu Inzidenz RMI 65.8 (48/73*100).

SEER

Autorisierte Informationsquelle zu Krebsinzidenz und Überleben in den USA (Surveillance, Epidemiology and End Results)

SMR bzw. SIR

Standardisiertes Mortalitäts- bzw. Inzidenz-Ratio für Bezirke (Standard definiert durch Gesamttirol)

TNM

Beschreibung der Ausdehnung des Tumors nach TNM (getrennte Werte für Ausdehnung im Organ (T), Lymphknoten (N) und Metastasen (M))


Kontakt



Helmut Mühlböck ist der Leiter des TRT und verantwortlich für die Vollzähligkeit und Richtigkeit der Daten, sowie für unterstützende Tätigkeiten in Bezug auf Auswertungen und Berichterstellung im Tumorregister.

Telefon: +43 (0)50 504-22311
E-Fax: +43 (0)50 504-67-22311
eMail: Helmut Mühlböck


Patricia Gscheidlinger ist Mitarbeiterin im TRT und zuständig für die umfassende medizinische Dokumentation und Dateneingabe im TRT.

Telefon: +43 (0)50 504-22316
E-Fax: +43 (0)50 504-67-22316
eMail: Patricia Gscheidlinger


Tamara Leitner ist für Sekretariatsarbeiten und medizinische Dokumentation im TRT zuständig.

Telefon: +43 (0)50 504-22313
E-Fax: +43 (0)50 504-67-22313
eMail: Tamara Leitner


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